Besuch aus dem Musterland der Bildung - Martin Rosemann diskutiert mit Staatssekretärin Vera Reiß

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Am vergangenen Donnerstag war die Staatssekretärin im Bildungsministerium von Rheinland-Pfalz Vera Reiß zu Gast in Rottenburg, um über das dortige Bildungssystem zu sprechen.

"Zukunft Bildung" war das Thema, zu dem der Bundestagskandidat Martin Rosemann ins AWO-Heim in Rottenburg eingeladen hatte.

Bildung habe in ihrem Bundesland eindeutig Priorität, betonte Reiß, die ihre Ministerin Doris Ahnen vertrat, der kurzfristig wegen einer schweren Erkältung die Stimme versagt hatte. In Rheinland-Pfalz würden 40 Prozent des Haushalts jährlich in die Bildung investiert, so die Staatssekretärin. Einsparungen träfen ausschließlich die anderen Ressorts. Mit dieser klaren Priorität für gute und für alle zugängliche Bildung konnte mittlerweile Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Uni erreicht werden. Damit gelingt es dem Land effektiv, den Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft, der in Deutschland laut OECD-Studien viel zu hoch ist, systematisch aufzubrechen.

Der Erfolg dieser Politik zeige sich sowohl in der permanent angestiegenen Betreuungsquote der 0-3 Jährigen, die mittlerweile flächendeckend bei über 20% liegt, als auch in der Besuchsquote des Kindergartens. Nachdem der Kindergarten zum 1.9. beitragsfrei wurde, gehen mittlerweile nahezu alle Kinder ins letzte Kindergartenjahr. Verbunden ist dies mit einem gezielten Konzept zur verbesserten Sprachförderung, wovon allein in diesem Jahr 21.000 Kinder profitieren.

Auch im Schulsystem sei Rheinland-Pfalz vorbildlich, bekannte Martin Rosemann. Neben einem breit angelegten Ganztagsschulprogramm soll auch die Überwindung der Dreigliedrigkeit für gleiche Chancen unabhängig der sozialen Herkunft sorgen. Zudem habe man auf eine überhastete und ohne pädagogisches Konzept vollzogene Schulzeitverkürzung verzichtet, die etwa in Baden-Württemberg zu massiven Problemen bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern sowie deren Familien.

Gleiches gelte für die Hochschulen und Universitäten. Im Gegensatz zu den CDU-regierten Nachbarländern gibt es in Rheinland-Pfalz keine Studiengebühren, und die Studierenden hätten wesentlich größere Mitspracherechte.

„Die SPD in Rheinland-Pfalz macht uns vor, wie man effektiv gute und gerechte Bildungschancen für alle Menschen schaffen kann“, resümierte Martin Rosemann. Daran müsse man sich auch in Baden-Württemberg ein Beispiel nehmen. Gerade in der Bildungspolitik sieht Rosemann daher deutliche Unterschiede zwischen SPD und CDU.

 

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