„Der Aufschwung muss allen zugute kommen“ – SPD-Kreisvorstand fordert faire Löhne für gute Arbeit

Veröffentlicht am 02.09.2008 in Pressemitteilungen
 

„Der Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahre ging bisher an zu vielen Menschen vorbei“, erklärt die Tübinger SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke. „Einmal mehr haben vor allem die hohen Einkommen profitiert, während der Niedriglohnsektor in Deutschland immer bedenklicher Ausmaße annimmt.“ Längst seien davon nicht mehr nur Teilzeitarbeitskräfte oder Minijobber betroffen, auch viele Vollzeitbeschäftigte hätten immer weniger Geld zur Verfügung, so Kliche-Behnke unter Berufung auf eine kürzlich veröffentlichte Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Besonders prekär stelle sich die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt für Frauen dar, die für dieselbe Arbeit oftmals wesentlich weniger verdienen würden als ihre männlichen Kollegen.

„In manchen Branchen und Regionen gelingt es nicht mehr, allein auf
tarifvertraglicher Basis existenzsichernde Löhne durchzusetzen“, ergänzt die Kreisvorsitzende. „Wir bekennen uns zur Tarifautonomie. Doch wo diese etwa durch einen zu schwachen gewerkschaftlichen Organisationsgrad an ihre Grenzen stößt, werden wir als Sozialdemokraten nicht untätig zusehen. Die Schwäche unseres Tarifsystems ist das Fehlen einer verbindlichen Lohnuntergrenze“, so Kliche-Behnke weiter. Damit wäre insbesondere den Frauen geholfen, die bisher von ihrer ehrlichen Arbeit bisher nicht leben können. Unabhängig davon sei eine Stärkung der Gewerkschaften nach Ansicht der Tübinger Sozialdemokratie weiterhin dringend geboten.

„Die Konservativen und Neoliberalen werden es zunehmend schwer haben, ihre ideologische Ablehnung von Mindestlöhnen vor dem Hintergrund einer immer größeren Lohnspreizung gegenüber Millionen Betroffenen zu verteidigen. Wer sich weigert, den hart arbeitenden Menschen in diesem Land ein ausreichendes Einkommen zu gewährleisten, setzt den sozialen Frieden und damit eine der wichtigsten Grundlagen unseres Wohlstands aufs Spiel“, so die Kreisvorsitzende abschließend.

 

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