„Flüchtlingskrise durch gemeinsame Kraftanstrengung bewältigen“

Veröffentlicht am 27.10.2015 in Pressemitteilungen
 

Dorothea Kliche-Behnke fordert Konzentration auf menschenwürdige Flüchtlingsaufnahme statt Diskussionen über Obergrenzen

In der Debatte um die Begrenzung der Flüchtlingsaufnahme hat die SPD-Landtagskandidatin Dorothea Kliche-Behnke den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer scharf kritisiert. Dieser hatte zuvor vor dem Zusammenbruch des Aufnahmesystems gewarnt, wenn der Zustrom von Flüchtlingen anhalte.

Die Debatte über den aktuellen Flüchtlingsstrom verenge sich oft auf den Gegensatz zwischen „Wir schaffen das“ und „Das Boot ist voll“, so Kliche-Behnke. Dabei sei allein die Frage relevant, wie Deutschland das verfassungsmäßig verankerte Asylrecht praktisch umsetzen und gewährleisten könne. „Wir brauchen Haltung, Realismus und Empathie und müssen über die Bedingungen diskutieren, unter denen wir die Flüchtlingssituation gut meistern - nicht darüber, ob wir das schaffen.“ Mitgefühl für das Leid von Menschen, die bei uns Schutz suchen, dürfe nicht von der Zahl der Asylsuchenden abhängen.

„Mit Blick auf Stadt und Kreis Tübingen kann ich sagen: Natürlich haben wir noch Platz - und unglaublich viele Menschen, die mithelfen, dass Flüchtlinge gut ankommen und hier integriert werden“, ergänzt Kliche-Behnke, selbst Stadträtin in Tübingen.

Wer feste Obergrenzen für die Aufnahme von Flüchtlingen fordere, müsse dagegen glaubhaft erklären, wie dies umgesetzt werden solle, erklärt Kliche-Behnke weiter. „Wenn die Antwort lautet, Deutschland solle sich in eine Festung verwandeln und Zäune an seinen Grenzen hochziehen, ist das nicht nur eine humanitäre Bankrotterklärung, sondern die Zerstörung der Erfolge von Jahrzehnten der europäischen Integration.“ Die Flüchtlingskrise lasse sich nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung im Land, aber auch in ganz Europa lösen. „Daran sollten alle politisch Verantwortlichen mitarbeiten“, so Kliche-Behnke abschließend.

 

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