Hilfen aus einer Hand!

Veröffentlicht am 19.01.2010 in Fraktion
 
Kreisecke (Rita Haller-Haid - 19.Januar 2010)


 

Fünf Jahre nach Einführung von Hartz IV zeigt sich Korrekturbedarf. Doch unabhängig davon, wie einzelne Punkte beurteilt werden, in einem sind sich Befürworter und Gegner einig: langzeitarbeitslosen Menschen Hilfen und Unterstützung aus einer Hand zu geben, war richtig und notwendig. Hier im Kreis wurden die bisherigen Leistungen der Sozialhilfe durch Stadt und Landkreis und die Eingliederungsleistungen in den Arbeitsmarkt mit viel Einsatz und hohen Kosten zu einem neuen Verwaltungssystem im Job-Center zusammengeführt. Doch diese gemeinsame Aufgabenwahrnehmung von Landkreis, Stadt und Arbeitsagentur wurde durch das Bundesverfassungsgericht aus formalen Gründen für unzulässig erklärt.

Bis Ende 2010 muss nun eine grundgesetzkonforme Lösung gefunden werden, sonst wird es wieder getrennte Zuständigkeiten geben. Das würde bedeuten: zwei Verwaltungsapparate, doppelte Aktenführung und erhebliche Mehrkosten. Die Arbeitslosen müssten dann wieder bei zwei Behörden Anträge stellen, um eine Leistung zu erhalten. Schlimmstenfalls widersprechen sich die Leistungsbescheide und die Menschen geraten in die Mühlen der Bürokratie.

Eine solche Entwicklung wäre in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit völlig absurd. Statt die gerade erst aufgebauten Strukturen wieder zu zerstören, die Beschäftigten der Job-Center zu verunsichern und erneut nach Übergangslösungen zu suchen, kommt es jetzt darauf an, den Menschen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Die SPD will deshalb am Prinzip der Hilfe aus einer Hand festhalten, eine gemeinsame Verwaltung von Bundesagentur und Kommunen ermöglichen und gleichzeitig die kommunalen Kompetenzen wesentlich stärken. Denn vor Ort lassen sich Integration schwer vermittelbarer Arbeitsloser und gezielte Einzelfallbetreuung wesentlich besser bewerkstelligen. Denn hier sind die Schnittstellen zur Jugendsozialarbeit, zur Eingliederungshilfe oder auch zur Kinderbetreuung.

Dazu ist allerdings eine Grundgesetzänderung notwendig, die bis auf Baden-Württemberg von allen Bundesländern befürwortet, von der schwarz-gelben Bundesregierung aber abgelehnt wird. Das Geplänkel der Regierungsparteien dauert schon zu lange. Denn die Zeit drängt, auch in Tübingen. Es geht um Arbeitsverträge mit Beschäftigten, um die Nutzung von Verwaltungsgebäuden, um Verträge mit Leistungserbringern und um die künftige Organisationsstruktur. Dieser Streit darf nicht länger auf dem Rücken der Arbeitslosen und der Beschäftigten ausgetragen werden.

 

Homepage Die SPD im Kreis Tübingen

Suchen

Wir bei Facebook

Besuchen Sie uns bei Facebook und erhalten Sie weitere Brandneue Informationen:

http://www.facebook.de/SPDOVKusterdingen

Termine

Alle Termine öffnen.

24.04.2026, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr Kreismitgliederversammlung
Wir stehen mitten im Prozess der Neuaufstellung der Landespartei und auch der Grundsatzprogramm-Prozess der Bundes …

Alle Termine

*** News ***

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Besucherzähler

Besucher:299469
Heute:16
Online:2