Jubilarehrung des SPD-Kreisverbands Tübingen am 6. Mai in Rottenburg

Veröffentlicht am 09.05.2017 in Veranstaltungen
 

Gleich vier Genossinnen und Genossen aus dem Kreis Tübingen wurden jüngst für ihre 40-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Bei der gut besuchten SPD-Versammlung am 6. Mai im Haus am Nepomuk in Rottenburg standen gerade diejenigen im Mittelpunkt, die der SPD seit Jahrzehnten die Treue halten und sich mit ihrem Einsatz an der Basis für sozialdemokratische Werte starkmachen.

Aus dem Ortsverein Ammerbuch wurden Katja und Günter Klepser für je 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Ebenfalls seit 40 Jahren SPD-Mitglieder sind zudem Martin Kreuser aus Dettenhausen sowie Elisabeth Reinspach aus Rottenburg. Simone Knöferl-Walch (ebenfalls Ortsverein Rottenburg) wurde für ein Vierteljahrhundert Mitgliedschaft geehrt. Auch konnte der Gastgeber und Rottenburger SPD-Vorsitzende Siyar Yeniay bei dieser Gelegenheit ein weiteres Neumitglied in der Partei begrüßen.

Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold bringt die Gitarre mit und wirbt für demokratisches Engagement

Als Ehrengast und Laudator hatte der SPD-Kreisverband den SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold aus Nürtingen eingeladen. Arnold betonte in seiner Rede zum Thema „Demokratie heute“ die große Bedeutung des demokratischen Engagements, wie es die Jubilarinnen und Jubilare seit Jahrzehnten unter Beweis stellen würden. „Gerade heute geht es, so stark wie lange nicht mehr, um den Konflikt zwischen demokratischen und antidemokratischen Kräften. Dabei versuchen Populisten mit Rassismus, nationalem Egoismus und Fremdenfeindlichkeit einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben“, so Arnold. Die vielen SPD-Neumitglieder seien einerseits wegen Martin Schulz und seiner politischen Haltung als leidenschaftlicher Europäer eingetreten, aber auch, weil sie das Gefühl hätten, dass man sich grundsätzlich für die Demokratie einsetzen müsse. Diese demokratische Überzeugung sei gleichermaßen die Verpflichtung, den Feinden der Demokratie entschlossen entgegen zu treten. „Wehret den Anfängen!“, betonte Arnold.

Zur kulturellen Untermalung des Abends gehörte auch das gemeinsame Singen von deutschen wie internationalen Arbeiter- und Freiheitsliedern verschiedener Epochen, das von Rainer Arnold auf der Gitarre und gesanglich begleitet wurde. Der Kampf für Freiheit und gegen Unterdrückung sei ein zentrales Motiv in Liedern wie „Die Gedanken sind frei“, „Wann wir schreiten Seit an Seit“, „Die Moorsoldaten“ oder dem italienischen Partisanenlied „Bella ciao“, das sich gleichsam als roter Faden durch die Geschichte der Arbeiterbewegung ziehe. Auch deswegen sei es wichtig, das Liedgut aus 150 Jahren im Bewusstsein zu behalten und zu pflegen.

Der örtliche Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann rief in seinem Schlusswort zum entschlossenen Einsatz für Demokratie und die Verteidigung des europäischen Einigungswerks auf: „Bei der Bundestagswahl geht es nicht nur um einzelne Sachfragen, sondern um die Zukunft der Demokratie, den Zusammenhalt einer freien und solidarischen Gesellschaft und die Zukunft unseres Europas.“

 

 

 

 

Bild:
 
Hintere Reihe v.l.n.r.:  Frederick Strelczuk (Ortsvereinsvorsitzender Ammerbuch), Rainer Arnold MdB, Simone Knöferl-Walch, Siyar Yeniay (Ortsvereinsvorsitzender Rottenburg), Elisabeth Reinspach, Dorothea Kliche-Behnke (SPD-Kreisvorsitzende)
 
Vordere Reihe v.l.n.r.: Martin Rosemann MdB, Günter Klepser, Katja Klepser, Martin Kreuser, Thomas Wheeler-Schilling (Ortsvereinsvorsitzender Dettenhausen), Hendrik Bednarz (Finanzbürgermeister Rottenburg)
 
 

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