SPD-Kreisvorstand zu „5 Jahre Agenda 2010“ - Reformen, die den Menschen helfen

Veröffentlicht am 14.03.2008 in Pressemitteilungen
 

Vor 5 Jahren, am 14. März 2003 hat Bundeskanzler Gerhard Schröder die Jahrhundertreform „Agenda 2010“ im Deutschen Bundestag verkündet.
Gerade jetzt, da nur noch über mögliche Korrekturen an dem Reformwerk diskutiert wird, tut eine Rückbesinnung auf die grundsätzliche Bedeutung und die positiven Auswirkungen der Agenda Not. Der stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD Martin Sökler erinnert sich noch sehr gut an die Regierungserklärung: „Mit der Agenda 2010 wurde die größte Sozialreform in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands beschlossen.

Wir haben erkannt und offen ausgesprochen, dass wir im Zeitalter der Globalisierung und der rasanten demographischen Entwicklung uns den neuen Herausforderungen stellen müssen. Wir haben deutlich gemacht, dass unser Sozialsystem, das weltweit als vorbildlich anerkannt ist, nur erhalten werden kann, wenn wir zu Reformen bereit sind. Wir haben akzeptiert, dass nur mit einer konsequenten Reformpolitik die Probleme unseres Landes gelöst werden können. Wir wussten, daß die Reformen, die wir durchsetzen mußten, mutig sind und gerade uns Sozialdemokraten vor eine Zerreissprobe stellen würden. Aber Willy Brandt hat Recht mit dem Satz: „Gerade wer das Bewahrenswerte bewahren will, muß verändern, was der Erneuerung bedarf!“
Mit der Agenda 2010 ist die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum in Deutschland verbessert worden. Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen zwei Jahre und die Aussichten auf ein Fortsetzen dieser Dynamik selbst bei schwieriger weltwirtschaftlicher Lage sind in weiten Teilen auf unsere Reformpolitik zurückzuführen.
Die Arbeitsmarktreformen sind zentraler Bestandteil der Agenda 2010. Sie haben dafür gesorgt, dass sich die strukturelle und zunehmend verfestigte Arbeitslosigkeit der 90er Jahre allmählich auflöst. Die wichtigste Reform auf dem Arbeitsmarkt war die Zusammenlegung der beiden steuerfinanzierten Leistungen Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zu einer einheitlichen am Bedarf der Hilfeempfänger orientierten Leistung, dem Arbeitslosengeld II. Damit verbunden werden nun erstmals systematisch und umfassend auch diejenigen Menschen betreut, qualifiziert und in Arbeit vermittelt, die länger als ein Jahr arbeitslos waren. Insbesondere den früheren Sozialhilfeempfängern stehen damit die arbeitsmarktpolitischen Instrumente in vollem Umfang zur Verfügung.
Wir freuen uns über die daraus entstehenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Reformen, die den Menschen helfen: mit den Arbeitsmarktreformen haben wir besonders die Situation älterer Bürgerinnen und Bürger deutlich verbessert:
- Ende der neunziger Jahre waren nur 38% der über 55-Jährigen erwerbstätig; heute ist nahezu die Hälfte der über 55-Jährigen erwerbstätig.
- Von 2002 bis 2006 ist die Beschäftigtenzahl bei den über 50-Jährigen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 550.000 gestiegen.
Auch die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 25% gegenüber 2006 zurückgegangen; mit speziell auf jüngere Arbeitslose gerichteten Programmen und Maßnahmen wird versucht, diese Zahl noch weiter zu senken.
Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt steht in direktem Zusammenhang mit der Agenda 2010: auch im Februar 2008 hält die gute Arbeitsmarktentwicklung weiter an.
Insgesamt sind aktuell 630.000 weniger Menschen arbeitslos als im Februar des letzten Jahres. Die Zahl der sozialversicherungs¬pflichtig Beschäftigten liegt mit 27,22 Mio. um rund 588.000 höher als im letzten Jahr. Durch die Reformen im Zuge der Agenda 2010, die zu einer besseren Vermittlungsqualität geführt hat, konnte die durchschnittliche Dauer der Jobsuche um ein Drittel gesenkt werden.
Für den SPD-Kreisverband Tübingen sind einzelne Korrekturen heute sinnvoll und notwendig. „Eine Anhebung der Regelsätze des Arbeitslosengeldes II“, führt die Kreisvorsitzende der Tübinger SPD Dorothea Kliche-Behnke aus, „ist angesichts der stark steigenden Preise z. B. für Lebensmittel überfällig. Als Mittel gegen Kinderarmut ist die Einführung einer Kindergrundsicherung der richtige Weg. Auch in Sachen Zeit- und Leiharbeit halten wir Beschränkungen für notwendig.
Dennoch bleibt richtig: ohne die mutige Reformpolitik um die Agenda 2010 stünde Deutschland heute nicht so gut da – und den Bürgerinnen und Bürgern würde es schlechter gehen. Die Agenda 2010 hat gezeigt, dass es sich auszahlt, die notwendigen Probleme beim Namen zu nennen und anzupacken. Nur wenn wir uns den Herausforderungen der Globalisierung stellen, können wir den Sozialstaat auch in der Zukunft erhalten.“.

 

Homepage Die SPD im Kreis Tübingen

Suchen

Wir bei Facebook

Besuchen Sie uns bei Facebook und erhalten Sie weitere Brandneue Informationen:

http://www.facebook.de/SPDOVKusterdingen

Termine

Alle Termine öffnen.

24.04.2026, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr Kreismitgliederversammlung
Wir stehen mitten im Prozess der Neuaufstellung der Landespartei und auch der Grundsatzprogramm-Prozess der Bundes …

Alle Termine

*** News ***

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Besucherzähler

Besucher:299470
Heute:99
Online:1