Faire Chancen

Veröffentlicht am 21.05.2008 in Pressemitteilungen
 
„Für faire Chancen und eine gerechte Verteilung von Reichtum“
– SPD-Kreisvorsitzende fordert sichtbare Reformen zugunsten der von Armut Betroffenen.

Die Veröffentlichung des dritten Armuts- und Reichtumsbericht habe erneut in erschreckendem Maße deutlich gemacht, dass auch in einem so reichen Land wie Deutschland ein stetig wachsendes Armutsproblem bestehe, erklärt die Tübinger SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke. Während eine kleine Elite in diesem Land immer mehr Reichtum in ihren Händen konzentriere, wachse gleichzeitig die Zahl derer, die keine Möglichkeit zur kulturellen und wirtschaftlichen Teilhabe in dieser Gesellschaft haben.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass mittlerweile in weiten Kreisen der Gesellschaft ein Armutsrisiko besteht, während sich eine kleine Schicht auf Kosten des sozialen Friedens in diesem Land immer weiter bereichert“, so Kliche-Behnke.

Hier müsse die Politik alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um jedem Menschen ein menschenwürdiges Auskommen und ehrliche Chancen zu gewährleisten. „Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist hier an erster Stelle eine stabile Kindergrundsicherung“, ergänzt die Kreisvorsitzende.

Gleichzeitig müssten auch die Ergebnisse der eigenen Regierungsarbeit kritisch begutachtet und gegebenenfalls korrigiert werden. Dies betreffe etwa eine Erhöhung der Regelsätze des ALG II, die die SPD im Kreis Tübingen in Übereinstimmung mit den führenden Wohlfahrts- und Sozialverbänden schon länger fordert.

Was die Finanzierung erhöhter Transferzahlungen angeht, so dürfe dies nicht durch neue Staatsschulden gedeckt werden, betont die Kreisvorsitzende. „Wir wollen den in der Gesellschaft ausreichend vorhandenen Reichtum heranziehen, um die Armutsfalle zu entschärfen.“ Nach wie vor liege die Steuer- und Abgabenbelastung Deutschlands europaweit im Mittelfeld, während die Einkommen von Spitzenmanagern mit am höchsten sind. „Dieses Fehlverhältnis können wir korrigieren, und die Bekämpfung von Armut und fehlender Teilhabe ist dazu die beste Motivation“, so Kliche-Behnke. Zu einer Wirtschaft, die den Menschen dient, gehört auch die gerechte Entlohnung derjenigen, die Tag für Tag harte und ehrliche Arbeit leisten. „Wir werden unsere Forderung nach einem existenzsichernden Mindestlohn so lange aufrechterhalten, bis jeder Mensch, der Vollzeit arbeitet, auch tatsächlich davon leben kann.“

Gleichzeitig sei eine reine Umverteilung des vorhandenen Reichtums allein nicht ausreichend, um dauerhaft mehr soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten, deswegen setze sich die SPD für strukturelle Reformen insbesondere im Bildungsbereich ein. Soziale Ungleichheit sei mittlerweile erblich, vielen Menschen in diesem Land würden bereits von Kindheit an elementare Bildungschancen vorenthalten. In diesem Zusammenhang sei die größte soziale Ungerechtigkeit die frühe Selektion der Schülerinnen und Schüler bereits nach vier Schuljahren, wodurch soziale Unterschiede nicht überwunden, sondern weiter zementiert würden. Die SPD kämpfe hingegen seit Jahren für eine längere gemeinsame Lernzeit Aller. Dies sei nicht zuletzt auch die Position des baden-württembergischen Handwerkstages, der jüngst eine achtjährige Basisschule für alle gefordert hat. „Allein die CDU-Landesregierung hält ideologisch am überkommenen dreigliedrigen Schulsystem fest“, bekräftigt Dorothea Kliche-Behnke. „Offenbar ist diese Partei fest entschlossen, soziale Barrieren auf Dauer zu manifestieren“, so die Kreisvorsitzende abschließend.

 

Homepage Die SPD im Kreis Tübingen

Suchen

Wir bei Facebook

Besuchen Sie uns bei Facebook und erhalten Sie weitere Brandneue Informationen:

http://www.facebook.de/SPDOVKusterdingen

*** News ***

04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen

02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen

01.09.2026 18:01 Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln
Der Fund der mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Leipziger Flughafen beruht auf einer durch Russland gesteuerten Aktion. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung darauf entschieden reagiert und den Aggressor konkret benennt. Die nun angekündigten Maßnahmen sind zu begrüßen. Russland muss unmissverständlich klargemacht werden, dass Angriffe auf deutschem Boden nicht folgenlos bleiben. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:… Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln weiterlesen

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Besucherzähler

Besucher:299497
Heute:95
Online:4