Entlastung der unteren Einkommen gefordert!

Veröffentlicht am 02.06.2008 in Pressemitteilungen
 

Dorothea Kliche-Behnke unterstützt das Steuerkonzept der Parteispitze.

Die Tübinger SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke hat sich hinter die Pläne von Parteichef Kurt Beck und Finanzminister Peer Steinbrück zur Entlastung der unteren und mittleren Einkommen gestellt. „Der ökonomische Aufschwung, den die hart arbeitenden Menschen in diesem Land gemeinsam geschaffen haben, muss insbesondere bei den einkommensschwachen ArbeitnehmerInnen und deren Familien ankommen“, so Kliche-Behnke. „Wir verfolgen in den letzten Jahren eine immer größere Lohnspreizung, die den in der Gesellschaft vorhandenen Reichtum zunehmend ungleich verteilt. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Armutsrisikos ist diese Entwicklung für uns nicht hinnehmbar“, betont die Kreisvorsitzende.

Es sei daher richtig, so die Kreisvorsitzende weiter, die Finanzierung des Sozialstaats schrittweise auf Steuerbasis umzustellen, weil so auch große Einkommen und Vermögen einen angemessenen Beitrag für die Solidargemeinschaft leisten würden. „Eine Familie im unteren Einkommensbereich zahlt in diesem Land seit der Senkung des Eingangssteuersatzes von 25,9% auf 15% und der Erhöhung der Grundfreibeträge unter der rot-grünen Bundesregierung längst keine Einkommenssteuer mehr“, betont Kliche-Behnke. Dafür werde deren Einkommen vom ersten Euro an mit Abgaben belastet. Insofern könne man die Situation derjenigen mit geringem Einkommen auch nicht durch Steuersenkungen verbessern, sondern allein durch geringere Sozialbeiträge. „Dies ist der Punkt, an dem das sozialdemokratische Konzept ansetzen will“, so die Kreisvorsitzende weiter. Eine schrittweise Absenkung der Sozialabgaben komme insbesondere den unteren Einkommen zugute. Die Befürchtung, eine Senkung der Abgaben würde unmittelbar zur Kürzung der Renten und sonstigen Sozialleistungen führen, sei in diesem Zusammenhang vollkommen unbegründet. „Die fehlenden Einnahmen in den Sozialkassen werden durch steuerliche Zuschüsse ausgeglichen, die ausschließlich bei den Wohlhabenden und Superreichen in der Gesellschaft anfallen“, erklärt Kliche-Behnke. „Im Gegensatz zu CDU und FDP fordern wir damit nicht mehr als eine gerechte Beteiligung an der Finanzierung des Sozialstaats derjenigen, die in den vergangenen Jahren mehr als jede andere Einkommensgruppe profitiert haben.“

Zudem begrüßt die Tübinger Kreisvorsitzende, dass die Finanzierung der Beitragssenkung nicht über eine erhöhte Neuverschuldung gedeckt werden soll. „Wir können nicht länger auf Kosten kommender Generationen Geld verteilen, während große Vermögen und Einkommen weitgehend unangetastet bleiben“, so Kliche-Behnke. Eine Prüfung zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie eine echte Reform der Erbschaftssteuer seien wichtige Schritte hin zu mehr Steuergerechtigkeit in Deutschland. „Wer wie die CSU hingegen massive Steuererleichterungen verspricht, ohne dafür Finanzierungskonzepte vorzulegen, betreibt eine zutiefst unseriöse Haushaltspolitik zugunsten kurzfristiger Stimmungen und verhindert gleichzeitig eine effektive Beteiligung der Spitzenverdiener an den notwendigen Zukunftsaufgaben in diesem Land“, so die Kreisvorsitzende abschließend.

 

Homepage Die SPD im Kreis Tübingen

Kommentare

Zu Artikeln, die älter als 90 Tage sind, können keine Kommentare hinzugefügt werden.

keinen

So sehr der Einsatz für die Steuergerechtigkewit löblich ist, so bleibt sie doch Flickwerk. Wie und wer denk bei Euch über das bedingungslose Grundeinkommen nach und ist dort eine Mehrheit für einen wirklich neuen Aufschlag ? Gruß Eckart

Autor: Eckart Stremme, Datum: 15.06.2008, 14:23 Uhr


Suchen

Wir bei Facebook

Besuchen Sie uns bei Facebook und erhalten Sie weitere Brandneue Informationen:

http://www.facebook.de/SPDOVKusterdingen

*** News ***

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Besucherzähler

Besucher:299475
Heute:42
Online:3