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Veröffentlicht am 14.05.2010 in Pressemitteilungen
 
SPD-Kreisvorstand Tübingen und Rita Haller-Haid appellieren an Kultusministerin Schick.

„Wenn die Ministerin jetzt Schwäbisch lernt, müsste sie erkennen, dass es sich bei „DuGoNe“ nicht um eine mundartliche Floskel, sondern um ein interkommunales Modell für eine Werkrealschule handelt, das funktioniert.“ Mit diesen Worten kommentiert der SPD-Kreisvorstand den jüngsten Auftritt und den sprachlichen Ausflug von Dr. Marion Schick beim CDU-Jahresempfang in Tübingen und appellierte an die Kultusministerin, angesichts der nachhaltigen Proteste aus Gemeinden Dußlingen, Gomaringen und Nehren endlich einzulenken.

„Das Schulgesetz erlaubt durchaus, dass eine Werkrealschule auf mehrere Standorte verteilt sein kann“, so die SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid. „Es ist daher völlig unverständlich, weshalb sich das Kultusministerium in Dußlingen, Gomaringen und Nehren weiter gegen eine gute und wohnortnahe Lösung sperrt, in Dettenhausen und Waldenbuch hingegen – nach einem Hin und Her - jetzt eine Ausnahme macht.“ Dieser Schlingerkurs sei symptomatisch für die Bildungspolitik der Landesregierung. Haller-Haid weiter: „Wir werden nicht locker lassen.“ Die Fraktionen der SPD und der Grünen haben deshalb einen gemeinsamen Antrag im Landtag eingebracht.

„Länger gemeinsam lernen, anderswo wird damit schon längst erfolgreich Schule gemacht, nur im Musterländle Baden-Württemberg hält man weiterhin stur am dreigliedrigen Schulsystem fest“, so Kliche-Behnke. Mit dem Modell der Werkrealschule neuen Typs sei ein weiterer Versuchsballon gestartet worden, dessen pädagogischer Sinn von Bildungsexperten in Zweifel gezogen werde und dessen praktischer Nutzen von Ausbildungsbetrieben nicht erkennbar sei. In Wahrheit, so vermutet der SPD-Kreisvorstand, geht es um die Schließung vieler Hauptschulstandorte und damit um Einsparungen im Landeshaushalt. Der Öffentlichkeit werde dies über teure Werbekampagnen als „Bildungsoffensive“ verkauft und nebenher noch ein „Wirtschaftsförderprogramm“ geriert: Für die gebeutelten Busunternehmen entstehe mit zusätzlichen Schülerverkehren eine willkommene Einnahmequelle. Die Fahrtkosten zahlen Eltern. „Eine gute Bildungspolitik“, so die SPD-Kreisvorsitzende, „sieht anders aus. Wer hier spart, verbaut die Zukunft unserer Kinder.“

 

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