Dorothea Kliche-Behnke: Keine Schnellschüsse bei der G8-Reform!

Veröffentlicht am 08.02.2008 in Pressemitteilungen
 

Nach zahllosen Protesten von Eltern, Lehrern und insbesondere von betroffenen Schülerinnen und Schülern hat nun auch Ministerpräsident Günther Oettinger erkannt, dass die Einführung von G8 ein Desaster ist, das zu keiner Zeit einer sinnvollen pädagogischen und bildungspolitischen Konzeption folgte.

Der Ankündigung, den Schulalltag zu erleichtern und die Lehrpläne zu entrümpeln, müssten nun Taten folgen, erklärt die Tübinger SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke. „Zu lange hat die CDU-Landesregierung ihre miserable Bildungsplanung auf Kosten der Schülerinnen und Schüler ausgelebt. Interessant wäre, wie die CDU vor Ort und die neue Landtagsabgeordnete Monika Bormann, denen die Probleme der Betroffenen kaum verborgen bleiben konnten, zum bisherigen G8-Experiment und den jetzigen Reformvorschlägen steht.“ Wer die Menschen ernst nehmen will, dürfe sich nicht aus Solidarität gegenüber den Versagern in der eigenen Landesregierung in die Büsche schlagen, fordert Kliche-Behnke.
Trotz dieses nun begrüßenswerten Ansatzes habe Oettinger noch im selben Atemzug bewiesen, dass er zu einer sinnvollen Reform nicht in der Lage ist. Wer einseitig den Abbau von Schulstunden im Bereich der Naturwissenschaften fordere, verkenne insbesondere im wirtschaftlich starken Baden-Württemberg den Bedarf an Fachkräften aus den Ingenieur-Wissenschaften und verweigere andererseits vielen interessierten Schülerinnen und Schülern eine optimale Förderung ihrer Talente. Nötig sei, so die Kreisvorsitzende, eine ganzheitliche Konzeption, die alle Notwendigkeiten und Bedürfnisse berücksichtigt. „Schnellschüsse wie dieser von Ministerpräsident Oettinger schaffen allein zusätzliche Verunsicherung und lösen keinerlei Probleme.“

 

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