Engpässe in der Unterrichtsversorgung

Veröffentlicht am 12.09.2007 in Pressemitteilungen
 

(287 Wörter, 2372 Zeichen)
Kreis-SPD kritisiert Engpässe in der Unterrichtsversorgung

Bereits das vergangene Schuljahr war nach Auffassung des SPD-Kreisvorstands von massiven Engpässen in der Unterrichtsversorgung geprägt, maßgeblich verursacht durch fehlende bzw. gestrichene Lehrerstellen.

„Die Aussichten für das nun beginnende Schuljahr sind auch im Kreis Tübingen entsprechend beängstigend“, so der SPD-Kreisvorsitzende Martin Rosemann. Anstatt bedarfsgerecht weitere Stellen zu schaffen, wurden vom Kultusministerium landesweit nun weitere 521 Stellen gesperrt sowie 349 Stellen durch eine höhere Unterrichtsverpflichtung der Referendare eingespart. „Dies bedeutet ein offenes Abrücken von den vollmundigen Versprechungen, die die CDU im Wahlkampf 2006 noch gemacht hat“, so Rosemann weiter.

Entgegen aller Beteuerungen des verantwortlichen Ministers Helmut Rau, der Pflichtunterricht im Schuljahr 07/08 sei gesichert, ist nach Einschätzung des Kreisvorstands der Sozialdemokraten demzufolge mit einer weiteren Verschlechterung der Unterrichtsversorgung in allen Schularten zu rechnen. „Dringende Verbesserungen im Schulalltag wie etwa eine Absenkung des Klassenteilers sind damit ohnehin nicht zu machen; das Bekenntnis allein zum Pflichtunterricht weckt zudem massive Zweifel daran, dass bestehende Angebote von Förderunterricht, freiwillige Arbeitsgemeinschaften oder wichtige Institutionen wie Schulorchester oder Theater weiterhin aufrecht erhalten werden können“, so die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke.

Kliche-Behnke stellt fest: „Mit dieser Politik einer organisierten Verantwortungslosigkeit betrügt die Landesregierung tausende Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg um ihre berechtigten Bildungschancen und trifft damit insbesondere Kinder sozial schwacher Herkunft“.

Um sich ein genaues Bild von den Missständen vor Ort zu verschaffen, wird die SPD im Kreis Tübingen zum zweiten Schulhalbjahr für alle Schularten Fragebögen an die Elternbeiräte versenden, um den aktuellen Stand der Unterrichtsversorgung sowie zusätzlicher Angebote abzufragen. „Mit der Dokumentation der Sorgen von Eltern, Schülerinnen und Schülern wollen wir gezielt Druck auf Kultusminister Rau ausüben, damit dieser endlich seiner Verantwortung gegenüber den Betroffenen im Schulalltag gerecht wird und die notwendigen Kapazitäten bereitstellt“, so Martin Rosemann abschließend.

 

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