Konjunkturprogramm ja - Steuersenkungen nein!

Veröffentlicht am 19.12.2008 in Pressemitteilungen
 

In einer gemeinsamen Pressemitteilung fordern die Tübinger SPD-Kreisvorsitzende Dorothea Kliche-Behnke und der Vorsitzende des DGB-Ortsverbands Rottenburg Peter Schneider ein entschlossenes Handeln der Bundesregierung, um die drohende Rezession zu bekämpfen und Arbeitsplätze auch in der Region Neckar-Alb zu sichern. „Die Verantwortlichen in Banken und Unternehmen, die die Wirtschaftskrise durch Missmanagement und maßlose Spekulationssucht mitzuverantworten haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, so der Gewerkschafter Peter Schneider. „Es darf nicht sein, dass Manager den Blick allein auf die kurzfristig maximale Rendite richten, mittels Aktienoptionen völlig unverhältnismäßige Millionenbeträge beziehen und sich jetzt in der Krise aus der Verantwortung stehlen.“ Große Vermögen müssten daher stärker zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben herangezogen werden, als dies bisher der Fall war.

„In der jetzigen Situation müssen öffentliche Investitionen Vorrang haben vor der Haushaltskonsolidierung“, ergänzt Dorothea Kliche Behnke. „Aus dieser Krise können wir uns nicht einfach heraussparen.“ Jetzt komme es darauf an, dass der Staat weitreichende Maßnahmen ergreife, um gezielte, kurzfristig wirkende Investitionen zu ermöglichen und darüberhinaus die Nachfrage langfristig stabilisiert werde. In diesem Zusammenhang sprechen sich Schneider und Kliche-Behnke entschieden gegen die von CSU und FDP geforderten Steuersenkungen aus. „Steuersenkungen sind kein Konjunkturprogramm sondern nur eine weitere Entlastung der höheren Einkommen“, so Kliche-Behnke. Seit der rotgrünen Steuerreform zahlt jeder vierte Arbeitnehmer, mit einer vierköpfigen Familie sogar bis zu einem Jahreseinkommen von 37.315 EUR, überhaupt keine Steuern mehr und hat durch Steuersenkungen somit auch keinen Cent mehr in der Tasche. Eine Maßnahme, die unmittelbar dem Konsum zugute komme und dazu höchste soziale Bedeutung besäße, sei hingegen eine deutliche Erhöhung der ALG II-Regelsätze, die die SPD im Kreis Tübingen gemeinsam mit den Gewerkschaften schon länger fordere. Auch die Senkung der Arbeitnehmer-Beitrage käme vor allem den unteren Einkommen zugute und sei daher durch die zu erwartende gesteigerte Nachfrage sowohl ökonomisch sinnvoll als auch sozial gerecht.

Direkte staatliche Investitionen fordern Peter Schneider und Dorothea Kliche-Behnke zudem für die Bereiche soziale Dienstleistungen, Bildung und Betreuung sowie in der Ökologie. Hier könnten zahlreiche zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden, die dazu beitragen würden, teilweise erschreckende Engpässe auf diesen Feldern abzubauen. „Öffentliche Investitionen etwa im Bereich der energetischen Gebäudesanierung sichern zahlreiche Arbeitsplätze in der Bauindustrie und leisten dazu einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so der DGB-Ortsverbandsvorsitzende Schneider. „Wenn die selbsternannte Klimakanzlerin Angela Merkel in der jetztigen Wirtschaftskrise Arbeitsplätze gegen Umweltschutz ausspielen und entsprechende Verordnungen verzögern will, beweist sie, dass sie immer noch nichts gelernt hat“, ergänzt Kliche-Behnke. „Die gegen den Widerstand der Konservativen eingeleitete Energiewende hat dazu geführt, dass Deutschland heute weltweit führend in der Entwicklung erneuerbarer Energien ist.“ Natur- und Klimaschutz sei kein Widerspruch zur Sicherung von Arbeitsplätzen sondern ein riesiges Investitions- und Forschungsfeld, um die Position als Exportweltmeister auch in Zukunft zu verteidigen.

 

Homepage Die SPD im Kreis Tübingen

Suchen

Wir bei Facebook

Besuchen Sie uns bei Facebook und erhalten Sie weitere Brandneue Informationen:

http://www.facebook.de/SPDOVKusterdingen

*** News ***

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Besucherzähler

Besucher:299475
Heute:58
Online:2